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Geschichte der SV Gifhorn

Wie der Fussball nach Gifhorn kam…

– Von Klaus-D. Dunkel, ehem. SV-Vorsitzender-

Es war die Fussballbegeisterung junger Männer, die im Herbst 1910 den ersten Fussballverein in Gifhorn, den F.C. Merkur, gründeten. Schwierig war nur die Platzfrage. So war man froh, dass Herr Warnke, genannt Bleicher-Warnke, seine Wiese zur Verfügung stellte, wenn die Mitglieder des Turnvereins nicht auf dem Platz waren. Bald konnte man in den frühen Morgen- und Abendstunden eine kleine Schar junger Leute beobachten, die den Platz fussballfähig machten.

Pfingstsonntag 1911 wurde zum ersten Mal ein Fussballspiel in Gifhorn ausgetragen, an dem viele Persönlichkeiten des Landkreises und der Stadt auf der Bleiche teilnahmen. Auf dem Programm war zu lesen: “Erklärung: Es stehen sich bei dem Spiel zwei Parteien von je 11 Spielern gegenüber, die den Ball nach gewissen Regeln durch das feindliche Tor treiben müssen. Wer die meisten Tore erzielt, ist Sieger. Spieldauer 2 x 45 Minuten.”

Merkur siegte mit 4:1 gegen FC Eintracht Braunschweig und das Eis in der Bevölkerung war gebrochen. Merkur hatte zu dieser Zeit bereits 55 Mitglieder.

Im Herbst 1911 wurde F.C. Germania als weiterer Fussballclub ins Leben gerufen. Nachdem auch der MTV inzwischen eine Fussballsparte gegründet hatte, waren es jetzt drei Fussballclubs, und es bestand eine grosse Platznot. Carl Lühr stellte dann dem F.C. Merkur den Platz auf der Eyßelheide zur Verfügung, der im Frühjahr 1912 nach vielen freiwilligen Arbeitsstunden seiner Bestimmung übergeben werden konnte.

Am 21 September 1912 schlossen sich der F.C. Merkur und F.C Germania unter dem Namen Sportvereinigung Gifhorn zusammen – mit insgesamt 200 Mitgliedern. Mit dieser Vereinigung wurde dem Sport neuen Auftrieb gegeben, eine eigene Turnabteilung ins Leben gerufen und die Leichtathletik gepflegt.

Zu dieser Zeit waren in der SV Gifhorn acht Fussballmannschaften, eine Schlagballmannschaft und vier Turnerriegen aktiv.

1930 wurde an die Geschäftswelt appeliert, sich an der Finanzierung eines 2,5 bis 3 Meter hohen Holzplankenzauns um den Sportplatz auf der Eyßelheide an der Hauptverkehrsstrasse Hamburg – Braunschweig zu beteiligen. Im Gegenzug wurde auch schon zur damaligen Zeit die “Anbringung von Reklame an der Holzplanke”, und zwar aussen und innen, angeboten.

1961 schloss die SV Gifhorn einen Erbbaurechtsvertrag mit der Stadt Gifhorn. 1976 konnten die alten Umkleidekabinen abgerissen werden und ein Vereinsheim gebaut werden.

Die Liebe zum Fussball bildete das Hauptmotiv für die Wiederbelebung der Vereinsaktivitäten nach den beiden Weltkriegen. Bis in die Siebziger Jahre war der Fussballsport das allein bestimmende Element in der Sportvereinigung Gifhorn, die in der Zeit nach dem 2. Weltkrieg in der dritthöchsten niedersächsischen Amateurklasse spielte.

Weitere Entwicklung der SV Gifhorn.

Spricht man heute im niedersächsischen Sport über die Sportvereinigung Gifhorn, dann sind es nicht mehr nur die Fussballer, sondern vor allem die Budo- und die 1978 aus ihr hervorgegangene Tanzsportabteilung, die mit ihren Erfolgen über die Kreis- und Bezirksgrenzen hinaus bekannt geworden sind.

Seit 1968 bereichern asiatische Kampfsportarten das Sportangebot der SV Gifhorn, zuerst auch die heute noch erfolgreiche Judosparte, später ergänzt durch JuJutsu, Taekwondo und Tai-Chi Chuan als jüngste Sektion der Budoabteilung.

Zu einem soliden Standbein für den Verein hat sich die 1965 gegründete Gymnastikabteilung als heute mitgliederstärkste Sparte entwickelt.

Die SV Gifhorn lebt und wächst. Im Gegensatz zu den anderen Stadtvereinen hat sie eine eigene grosse Sportanlage mit der 1989 eingeweihten Sport- und Mehrzweckhalle, einem 1997 in Betrieb genommenen Funktionsgebäude mit Umkleide- und Sanitärräumen für die Fussballer und dem von 1997 bis 1999 sanierten Vereinsheim mit erweiterter Vereinsgaststätte. Zwei der drei Fussballplätze sind mit Flutlicht ausgestattet.

All dies war und ist nur möglich, weil eine immer noch grosse Zahl ehrenamtlicher Helfer und Förderer in den verschiedenen Bereichen der SV Gifhorn daran mitwirkt, dass sich die Vereinsmitglieder wohl fühlen, ihren Sport treiben, hier Partner für gesellige Stunden finden können und Eltern ihre Kinder vertrauensvoll in unsere Obhut geben können.

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